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                                                               Die Geschichte unseres Dorfes

 

Ingersauel, liegt am Westufer des Naafbaches. Der Ort wurde unter dem Namen ingersauwel, engersauwell bzw. ingersauwell 1349, 1487 und 1666 urkundlich erwähnt.

Die frühe Besiedlung des Weilers erklärt sich im Wesentlichen aus der optimalen, geschützten Lage auf der Sonnenseite des Naafbachtales.

 

 

Ingersauel ist und war der größte Weiler im Naafbachtal und einer der größten der Altbürgermeisterei Wahlscheid.

 

Im Jahr 1875 wohnten in Ingersauel 84 Einwohner in 20 Häusern.

 

Im alten "Ahlefelder Haus" dem jetzigen Ingersauel 13 befand sich im Keller um die Jahrhundertwende eine Oblaten Fabrik. Die Oblaten sollen mit der Kiepe nach Köln geschafft worden sein.

 

                        

 

 

Das älteste Haus von Ingersauel ( Haus Nr. 5/9 ) ist das !Ahl Herchenbachs Huus". In diesem Haus soll sich einmal eine Brauerei befunden haben. Diese Aussage von Frau Sybille Klug ,  geb. 1896, Ingersauel 4, über eine gewerbliche Tätigkeit wird unterstrichen durch die Tatsache, dass die Erdeschoss-Räume des Hauses sehr hoch sind und dass größere Stallräume fehlen.

 

Als Wohnplatz war Ingersauel offenbar früher sehr begehrt.

 

Trinkwasser, Äcker, Wiesen und Wälder waren ausreichend  vorhanden.

 

Wie intensiv der Wohnplatz Ingersauel bewohnt wurde und wie knapp die Baugrundstücke waren, zeigt das sogenennte "Ahl Krumm-Huus", die jetzige Nr. 11. Es wurde an einem Steilhang errichtet, so dass an der Talseite ein ca. 4 m hoher Bruchsteinsockel gebaut werden musste. Man scheute keine Mühen und Kosten, auch ungünstige Grundstückslagen in Ingersauel noch zu bebauen.

Möglicherweise war und ist Ingersauel auch ein gesunder Wohnplatz. Viele Bewohner haben hier ein hohes Alter erreicht. In den letzten 75 Jahren konnten 10 Goldhochzeiten und eine Eiserne Hochzeit gefeiert werden.

 

Während die im Aggertal liegenden Weiler der Bürgermeisterei Wahlscheid bis zum Bau der Chaussee im Jahr 1845 nur schlecht erreichbar waren, lag Ingersauel in der Nähe der schon früh durch Seelscheid führenden Zeitstraße. Man lag aber wiederum von dieser alten Heerstraße so weit entfernt, dass man von den durchziehenden plündernden Heeresscharen geschützt war.

 

Den älteren Bewohnern von Ingersauel wurde von ihren Vorfahren berichtet, dass die intensive Bebauung von Ingersauel in den letzten Jahrhunderten im Zusammenhang mit der Burg Seelscheid zu sehen ist. Wahrscheinlich baute das Gesinde ihre Kotten in Ingersauel.

 

Während die Bewohner der umliegenden Weiler der Bürgermeisterei Wahlscheid evangelisch waren, lag das Verhältnis der Katholiken zu Protestanten in Ingersauel bei 50 : 50. Auch dies deutet auf eine Verbindung zu Seelscheid, wo ca. 2/3 der Bewohner evangelisch und 1/3 katholisch waren, hin. Der Seelscheider Dialekt ist in Ingersauel bereits hörbar.

 

Einige Steinbrüche befinden sich in Ingersauel an der Kreisstraße, wo Sieferbach- und Naafbachtal sich treffen.

Die Gemeinde erwarb von der Familie Fischer gemäß Ratsbeschluss vom 02.05.1924 am Naafer Bach einen Steinbruch.

 

Im Adressenverzeichnis ( Haushaltungen) der Gemeinde Wahlscheid von 1934 wird Ingersauel wie folgt geführt:

 

Ahlefelder, Peter, Bergmann

Herchenbach, Josef, Händler

Klug, Heinrich, Fabrikarbeiter

Kofer, Berta, Ww., Rentnerin

Krumm, Robert, Landwirt

Lindenberg, Otto, Schuster

Lindenberg, Wilhelmine, Ww., Landwirtin

Müller, Maria, Wwe., Rentnerin

Müller, Paul, Schuhmachermeister

Stader, Johann, Rentner

Stöcker, Hermann, Landwirt

Unteroberdörster, August, Sattler

Unteroberdörster, Robert, Landwirt

Unteroberdörster, Walter, Landwirt

Voß, Karl, Landwirt

Wahlen, Wilhelm, Landwirt

 

 

 

 

Lesen Sie hier einige Anekdoten aus Ingersauel

 

 

 

 

 

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